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::: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm - Tipps von der Feuerwehr 

24.01.07 - cs Der Sturm „Kyrill“ beschäftigte am 18. Januar 2007 wahrscheinlich alle Feuerwehren in Deutschland, denn es gab wohl kaum einen Ort, der nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Schadensbilder waren (zumindest in unserem Landkreis) umgestürzte Bäume auf den Straßen, beschädigte Dächer, Überflutung vom Straßen und lose Bauteile oder Schilder.

Der nächste Sturm kommt bestimmt - die FEUERWEHR Gemeinde Laufach möchte ihnen folgende Tipps und Informationen geben:

Wann brauche ich die Feuerwehr?
Grundsätzlich kommt ihnen die Feuerwehr schnell und zuverlässig zu Hilfe, wenn
  • Menschenleben gefährdet sind
  • es gilt, größere Sachwerte zu sichern
  • Gefahr im Verzug ist, das heißt der Einsatz dringend geboten ist
  • sich die Bevölkerung nicht selbst helfen kann
Sollte also einer oder mehrere Punkte zutreffen, dann scheuen sie nicht, die Feuerwehr zu verständigen.

Wie erreiche ich die Feuerwehr?
Wählen sie den Notruf 112. Dieser ist zur Integrierten Leitstelle in der Feuerwache Aschaffenburg geschaltet, und dise löst dann einen Alarm für die Laufacher Feuerwehr aus. Allerdings: bei Sturm- oder Unwetterlagen rufen erfahrungsgemäß sehr viele Menschen den Notruf (In der Sturmnacht vom 18. Januar 2007 waren es etwa 100 Notrufe in einer Stunde). Es ist daher möglich, dass ihr Notruf nur mit Zeitverzögerung angenommen werden kann.
In diesem Fall können sie die Feuerwehr Laufach direkt unter 06093/8238 anrufen, denn bei solchen Lagen ist in der Regel die Einsatzzentrale im Gerätehaus Laufach besetzt.


Wird, wenn’s reinregnet, unmittelbar erledigt- offenes Dach eindecken.
Foto: FGL



Wann kommt die Feuerwehr endlich?
Es kann durchaus lange dauern, bis bei solchen Unwetterlagen die Feuerwehr dann auch zu ihnen kommt, denn bei einer Vielzahl an Einsatzstellen können wir nicht überall gleichzeitig sein. Auch werden wir die Einsätze nach Priorität abarbeiten - ein abgedecktes Dach ist dringender als ein umgestürzter Baum.

Warum schaut die Feuerwehr nur kurz vorbei und hilft dann nicht?
Wir helfen gerne – wenn es denn unsere Aufgabe ist. Allerdings – in Gefahr bringen wir uns nur dann, wenn auch andere bereits in Gefahr sind. Daher decken wir Dächer bei Nacht und Sturm nur dann wieder zu, wenn es reinregnet – und lassen den losen Ortgangziegel am Firstvorsprung eben liegen, bis es wieder hell ist und der Sturm abgeflaut ist.
Auch die Spessartstraßen mit Dutzenden umgestürzter Bäume werden für den Autoverkehr gesperrt und erst wieder am nächsten Tag freigeschnitten, denn die Eigengefährdung bei Nacht und Sturm ist zu hoch.


So schaute die Straße nach Heigenbrücken während des Sturms „Kyrill“ aus
– und das sind nur die kleinen Äste.....
Foto: FGL


Wie kann ich mich auf eine solche Sturmnacht vorbereiten?
Grundsätzlich: den perfekten Schutz gibt es nicht. „Kyrill“ hat aber gezeigt, dass durch die rechtzeitige Warnung durch die Wetterdienste und die Vernunft der Bevölkerung Personenschäden vermieden werden können. Die Sachschäden zahlt ohnehin in der Regel die Versicherung....

Folgende Tipps haben wir für sie für den nächsten großen Sturm:
  • Bleiben sie zu Hause und vermeiden sie unnötigen Aufenthalt im Freien. Riskieren sie nichts, übernachten sie notfalls bei Freunden oder am Arbeitsplatz
  • Schließen sie alle Fenster und Türen, lassen sie Rollläden herunter und schließen sie die Klappläden. Sichern sie alle losen Gegenstände, vor allem auf Fensterbänken (Blumenkästen) und Balkons (Tische, Stühle, Kübelpflanzen).
    Herabfallende Gegenstände können tödlich sein!
  • Parken sie ihr Auto mit Verstand, also nicht unter Bäumen oder an einer Plakatwand.
  • Bereiten sie sich mit Taschenlampen und einem Batterieradio auf einen längeren Stromausfall vor – Heigenbrücken war am 18. Januar 2007 für 12 Stunden ohne Strom! Dies gilt insbesondere für Familien mit Säuglingen– ein Campingkocher für die Zubereitung von Babynahrung ist dann hilfreich.
  • Bei Starkregen droht zusätzlich die Gefahr des Hochwassers – beobachte
    n sie ihre Kellereinläufe und halten sie ggf. einige Sandsäcke bereit, die Sie auf dem Bodenablauf platzieren, oder tauschen sie den Gully durch einen mit Rückstauklappe aus.




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