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::: Informationen zum neuen BOS-Funk und zum Mast auf dem Borberg 

01.02.12- cs Seit etwa September 2011 ziert ein neuer Sendemast den Borberg. Er dient dem neuen Behörden-Digitalfunk „TETRA-BOS“, der in Kürze den derzeitigen Analogfunk im Bereich der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ablösen soll. BOS, das sind Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr usw.

Nachdem Sinn und Zweck des Mastes vielfach von der Laufacher Bevölkerung hinterfragt wurde, wollen wir einige Informationen an dieser Stelle liefern.

Wozu ein neues Funknetz? Das Alte tut es doch noch...
Hintergrund für die Einführung war unter anderem das Schengener Abkommen mit dem Wegfall der Grenzen innerhalb Europas. Bei Grenzübertritten wird nur noch an den Außengrenzen von Europa kontrolliert. Dies bedingt aber auch, dass die Sicherheitskräfte zusammen kommunizieren müssen. Das war der Grundstein für die Diskussion Mitte der 90er Jahre bezüglich Einführung eines einheitlichen digitalen BOS-Funknetzes.

Warum Digitalfunk – Analog geht doch auch...
Das bisherige Analog-Funknetz funktioniert zwar noch, aber die meisten Geräte sind schon viele Jahre in Gebrauch. Bei den Feuerwehren sind zum Teil 20 bis 30 Jahre alte Geräte vorhanden, die nunmehr oft nicht mehr zu reparieren sind, zumal die meisten Hersteller den Geräteservice eingestellt haben. Besonders die vielen Funkmeldeempfänger (Piepser), über die die Feuerwehrleute alarmiert werden, überaltern zusehends. Nachdem alle Grundkomponenten der Funktechnik mittlerweile volldigital sind, kos
ten analoge Geräte mittlerweile ein Vermögen, sofern sie überhaupt noch erhältlich sind.

Hauptgrund für die digitalen Technologie: sie ist abhörsicher – und das war ein Hauptanliegen der Polizei. Das bisherige BOS-Funknetz kann mit einem herkömmlichen klassischen Analogradiogerät und etwas Bastelei abgehört werden. Augenblicklich sind nur noch Deutschland und ein weiteres Land innerhalb der EU mit dem alten Analogfunk ausgestattet. Vermeintliche Entwicklungsländer innerhalb Europas wie der Balkan oder die östlichen Nachbarn funken bereits abhörsicher.

Warum ein Mast gerade auf dem Borberg?
Die bisherigen Frequenzen hatten eine mittlere Reichweite, so dass relativ wenige Standorte im Landkreis für die Funkversorgung ausreichten, nämlich vier Stück. Für uns ist dies hauptsächlich der Pfaffenberg. Nachteil dieser großflächigen Versorgung war, dass wir in Laufach einige Stellen haben, an denen kaum oder nur sehr schlecht eine Verständigung möglich ist.
Die Funkversorgung wird neben der Sprachdurchgabe auch für die Alarmierung benötigt. Kein Empfang bedeutet keine Alarmierung. Heißt im Klartext: bei Ihnen brennt es. aber wir könnten nicht alarmiert werden.
Der Digitalfunk hat nun jedoch eine kürzere Reichweite, so dass von daher schon wesentlich mehr Standorte von Nöten sind, um eine ähnliche Versorgung zu gewährleisten.
Denn anders als beim analogen Funk oder beim Radioempfang, wo die Empfangsleistung langsam schwächer und das Rauschen stärker wird, gibt es beim digitalen Funk (wie beim Handy) nur ein ganz oder gar nicht: entweder Top-Qualität, oder das berühmte Funkloch.
Hinter uns liegt der Spessart mit seinen Höhen und Tiefen. Auf der B 26 hinter Hain wäre ohne den Funkmast am Borberg keine Funkverbindung möglich gewesen.

Was bringt die neue Funktechnik der Feuerwehr?
Gefordert wurde die neue abhörsichere Technologie, die die Errichtung des Mastes auf dem Borberg erforderlich machte, vor allem von der Polizei. Aber auch die Feuerwehren profitieren von der Einführung des Digitalfunkes.
Wir hoffen für unser Einsatzgebiet durch diesen Funkmast eine größtmögliche Abdeckung und Versorgung, so dass Alarmierung und Funkkommunikation dann zuverlässig und in einwandfreier Sprachqualität erfolgen.

Noch ein Mast – wir haben schon genug Strahlenquellen...
Über die möglichen gesundheitsschädlichen Risiken von Funkstrahlen kann man sicher streiten. Bedenken Sie aber, dass ohne Funkversorgung gewissen Annehmlichkeiten durchaus nicht mehr gegeben wäre. Dies reicht von der Mobilfunkversorgung für das Handynetz über Digitales Fernsehen und geht eben bis zur Alarmierung und Funkversorgung der Hilfsorganisationen.
Erstere sind Annehmlichkeiten des täglichen Lebens. Letzteres kann lebenswichtig sein: denn bei der Verständigung der Hilfsdienste und deren Zielführung zur Einsatzstelle (wenn die Angaben des Meldenden nicht genau genug sind) zählt jede Minute, kann es um Menschenleben gehen!


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