Weber Rescue Days 2016
Vom 07.10 bis zum 09.10. fanden die diesjährigen Weber Rescue Days in Bad Kreuznach statt. Die Rescue Days sind die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung im Bereich der technischen Unfallrettung.
Sie werden jährlich von der Firma Weber-Hydraulik GmbH durchgeführt. Einige Fahrzeughersteller stellen für die Rescue Days extra Neu- und sogenannte Nullserienfahrzeuge zur Verfügung. Auch Rohkarossen stehen bereit.
Abbildung 1: Rohkarosserie eines modernen Fahrzeuges mit farblicher Markierung der unterschiedlich gehärteten Materialien |
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Dieses Jahr wurde ein neues Ausbildungsprogramm geboten. So wurde am Freitagvormittag eine theoretische Ausbildung in den Bereichen LKW-Rettung, moderne Fahrzeugtechnik und patientengerechte Rettung durchgeführt. Am Freitagnachmittag sowie am Samstag konnten acht verschiedene Ausbildungsstationen durchlaufen werden.
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Unter den ca. 800 Teilnehmern aus 25 verschiedenen Nationen waren Jochen Hufnagel, Christopher Kiel, Marco Laske und Xaver Hesch, vier aktive Feuerwehrmänner und Mitglieder des Rüstzuges der Feuerwehr Gemeinde Laufach.
Abbildung 5: Die Teilnehmer aus Laufach (von links: Marco Laske, Christopher Kiel, Jochen Hufnagel und Xaver Hesch)
Parallel zur praktischen Ausbildung am Samstag fand Symposium mit unterschiedlichen Fachvorträgen statt. Themen hierbei waren unter anderem die moderne Fahrzeugtechnik, die präklinische Versorgung von Becken- und Extremitätenfrakturen und die Gefährdung durch Verwendung neuer Werkstoffe am Beispiel der Carbonfaser. Abgerundet wurde das Symposium mit Vorträgen zur Kettenrettung in Schweden und zur Rettung aus PKW in Sonderlage. Ergänzt wurde das Programm am Sonntag durch drei weitere Ausbildungsprogramme (Rescue Days Kompakt, Rescue Days Plus und Rescue Days Bus). Hierbei wurde in den verschiedenen Trainings unter anderem das Retten ohne Schere und Spreizer, die Ketterettung, der Massenanfall von Verletzten sowie das Retten aus LKWs, Transportern und Bussen.
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Der praktische Nutzen der Veranstaltung ist sehr groß einzuschätzen, nicht nur aufgrund der Möglichkeit an aktuellen Fahrzeugen zu üben. Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Veranstaltung ist lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Rettungstechniken von Kollegen aus anderen Ländern kennen. Dies liefert neue Ideen und Fähigkeiten, die bei komplexen Einsatzlagen eingesetzt werden können